Schnell ist es passiert: ein Schaden beim Transport, beim Umdekorieren, bei der Lagerung oder wie in diesem Fall durch das ferngesteuerte Flugzeug des Juniors.

Entsteht ein Riss in einem textilen Bildträger, wird zunächst durch den einwirkenden Druck die Leinwand gedehnt bis der Stoff nachgibt und reißt. Daher sind bei Leinwandrissen immer zwei Maßnahmen erforderlich: zunächst die überdehnte und ausgebeulte Leinwand zu glätten und danach die gerissenen Fäden zu verkleben.

Anschließend werden die abgeplatzten Farbpartikel an den Risskanten vom Restaurator mit Kreidekitt aufgefüllt, die Kittungen werden vorretuschiert und mit einer Schlussretusche dem Umgebungsfarbton angepasst.

Mit den heutigen technischen Geräten und den restauratorischen Arbeitsschritten sind bei derartigen Beschädigungen sehr gute Resultate zu erzielen. So war in diesem Fall nach der Restaurierung auf der Vorderseite kein Hinweis auf einen ehemaligen Schaden erkennbar; auf der Rückseite nur bei einer genauen Betrachtung.

Kontakt:
Karin Temme – Restauratorin VDR
Atelier für Gemälderestaurierung Düsseldorf

Mail mail@karintemme.de
Telefon +49 (0) 211 485501
Mobil +49 (0) 172 2611566

Riss in der Leinwand eines Gemäldes
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